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Termin
Donnerstag, 11. Juni 2026
Uhrzeit
19:00 Uhr
Karten
Eintritt frei
Einlass nur mit vorheriger Reservierung
bei der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden.
Die Reservierungen werden ausschließlich von der
Jüdischen Gemeinde Wiesbaden entgegengenommen.
Telefon
0611 933 30 30
E-Mail
info@jg-wi.de
Lesung I Shelly Kupferberg I 11. Juni 2026
Shelly Kupferberg, geboren 1974 in Tel Aviv, ist in Westberlin aufgewachsen und hat Publizistik, Theater- und Musikwissenschaften studiert.
Sie ist Journalistin und moderiert für ›Deutschlandfunk Kultur‹ und ›RBB radio3‹ Sendungen zu Kultur und Gesellschaft.
Ihr erstes Buch ›Isidor‹ war ein Erfolg bei Publikum und Presse. Shelly Kupferberg lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Shelly Kupferberg
»Stunden wie Tage«
Präsentiert von
Adresse
Jüdische Gemeinde Wiesbaden, Friedrichstr. 33, 65183 Wiesbaden
ÖPNV
Haltestelle Dern´sches Gelände oder Friedrichstraße
(Bus: fast alle Linien), ca. 4 Laufminuten
PKW
Parkhaus Markt, Karstadt
© OpenStreetMap
© Heike Steinweg
Berlin, in den 1940er-Jahren:
Martha E. ist fleißig und äußerst sparsam.
Gute Eigenschaften für die Stelle als
Hausbesorgerin, die sie im Schöneberger
Mietshaus der Brüder Berkowitz innehat.
Liane Berkowitz kommt aus gutem Hause,
ein neugieriges und lebenslustiges Mädchen,
das mitten im Krieg die Liebe kennenlernt – und
den Widerstand gegen die Nationalsozialisten.
Jahrzehnte später wandert Martha die Straßen
Schönebergs entlang, zerlumpt und abgerissen.
Jeder kennt sie, doch keiner weiß, wer sie
wirklich ist: eine Millionärin und Zeugin
von Lianes schicksalhaftem Leben.
Moderation Shirin Sojitrawalla
(u.a. DLF, taz, NGFH)
In Kooperation mit
Die Spurensuche führt Shelly Kupferberg ins Grundbuchamt.
Dort erfährt sie: Martha war tatsächlich Hausbesitzerin.
Wie sie dazu kam, wird zur Geschichte des Romans.
Wie wurde Martha zur Hausbesitzerin? Das rekonstruiert die
Autorin literarisch frei – aber historisch genau recherchiert.
Sie beschreibt in ihrem Roman, wie zwei Frauen
während der Nazizeit Mut, Herz und Haltung beweisen.
Nicht einmal ein Foto gibt es von Martha, der Kiezlegende.
Aber die Journalistin Shelly Kupferberg erinnert sich an ihre
ärmliche Erscheinung, die langen verfilzten Haare.
In der Schöneberger Crellestraße lebt Martha 80 Jahre,
bis 2004, so wie damals schon Shelly Kupferberg.
Sie will es irgendwann genauer wissen: steinreich sei Martha
gewesen – was ist dran an diesem Gerücht?
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